Anlässe Detail

Mittwoch, 27. September 2017, 19.30 Uhr

Der Spaziergang als Wahrnehmungsinstrument

Gehen kann mehr sein als die pragmatische Fortbewegung, um von A nach B zu kommen. Es gibt das philosophische Gehen, um die Gedanken zu ordnen, das Gehen als künstlerische Praxis oder den romantischen Spaziergang. In den 1970er Jahren entwickelte der Basler Soziologe Lucius Burckhardt als Kritik an der Stadtplanung die sogenannte Spaziergangswissenschaft (Promenadologie) als kulturwissenschaftliche und ästhetische Methode, um die Umwelt bewusst wahrzunehmen. Wie das Gehen das Denken und die Wahrnehmung beeinflusst, wie der Spaziergang die Stadtplanung verbessern könnte, warum das Performen vom Gehen abzustammen scheint – darüber diskutieren:

Elke Eichmann (Stellvertretende Stadtbaumeisterin Stadt Winterthur), Gabrielle Schaad (Kunst- und Architekturhistorikerin, ETH Zürich); Angela Hausheer (Performance-Künstlerin, Zürich und Braunwald) und Jürg Berthold (Prof. für Philosophie, Universität Zürich). Gesprächsleitung: Karin Salm, Kulturjournalistin BR.

Barbetrieb und Kunsthalle Late Night: ab 19 Uhr, Eintritt frei/ Kollekte

 

Der Landbote, 30. September 2017, «Spazieren statt funktionieren»